Ergebnisse meines Mini-Workshops „Der netzpolitische Bauchladen“ auf der #rp18

Die Idee meines Mini-Workshops, der innerhalb eines Workshops mit meinen Kolleginnen Nele Heise und Ingrid Stapf stattfand, war es, mit den Teilnehmerinnen vorgegebene, netzpolitisch eingefärbte Thesen, Behauptungen und Statements in Kleingruppen zu reflektieren.
Die Ergebnisse dieser erwachsenen Personen wurden mit einem tragbarem Mikrofon aufgezeichnet, und werden in unserem nächsten Workshop Kindern und Jugendlichen präsentiert.

Herzlichen Dank an Euch Teilgeberinnen und Teilgeber für Eure freundliche Unterstützung:)

 

Text:

„Das Gegenteil von überwachten Kindern ist…“

„Das Gegenteil von überwachten Kindern sind unbeobachtet spielende Kinder.“

„Dann haben wir überlegt, dass es im Netz nicht geht, dass man nicht unbeoachtet im Netz spielen kann, dass es aber Abstufungen gibt, und wenn ich mit Kindern umgehe und sie fit mache fürs Internet, kann ich ihnen Abstufungsmöglichkeiten beibringen, um sie stark zu machen und zu befähigen, wo sie ihre Rechte da ausüben können.“

„Das Gegenteil von überwachten Kindern, ist selbstbestimmt sein.“

„…und partizipierend, dass man selber sich Regeln auferlegt.“

„Also, ich finde, das Gegenteil ist eigentlich „schlafende Kinder“, da sind sie ja unbeobachtet, sind ja auch un-überwacht, also, ich denke, es ist ja eigentlich so gut wie unmöglich, unüberwacht zu sein als Kind, deswegen: Schlafende Kinder.“

„Eltern haften für ihre Kinder.“

„Das Gegenteil von überwachten Kindern sind ungeschützte Kinder, weil wir, die Eltern, sie nur überwachen, um sie zu schützen.“

„Unser Satz ist:
„Eine Instagram-Influencerin bewirbt Netzneutralität“
„Die Gedanken, die wir uns dazu gemacht haben, sind, dass sich das erstmal relativ gegensätzlich anhört, weil „Netzneutralität“ und „Influencer“ grundsätzlich im Gegensatz zueienander stehen (vielleicht), wir glauben aber, dass es die Möglichkeit gibt, diesen Gegensatz auzuweichen, in dem man Influencer als Chance nutzt, für Partzpation und Netzneutralität zu werben. Man könnte sich zum Beispiel vorstellen, eine Kampagne zu machen, in der sich Influencer, die sich so schon sozial oder für Inklusion engagieren, auch für Netzneutralität werben und sich dazu bekennen, mit einem Plakat zum Beispiel:“Ihr könnt Euch Eure Meinung selber bilden.“ Ihr könnt euch für einen diskriminierungsfreien Zugang zum Netz engagieren und dazu auffordern.
Dadurch kommen Kinder vielleicht damit in Kontakt, eher, als wenn man das in der Schule beibringen würde, weil die von Gleichaltrigen die Idee und den Anstoß bekommen, sich damit zu beschäftigen. Sie blieben in ihrer Lebenswelt und sprechen mit Kindern zu Kindern. Im Moment gibt es sowas auch schon, es geht dann aber von älteren Influencern, sowie zum Beispiel Raul Krauthausen, die sich für soziale Themen engagieren, aus.
Man könnte aber auch überlegen, ob man versucht, das in eine etwas jüngere Zielgruppe zu ziehen.“
„Klasse ist natürlich, wenn Kinder der fünften Klasse mit Oberstufenschülern zusammen sein können und da Pojekte machen, IT-Projekte, Hacking-Projekte. Die Älteren sind die Mentoren, das läuft irgenwie in eine tolle Richtung.“

„Ziviler Ungehorsam von Jugendlichen ist Partizipation“

„Wir sind zu dem Punkt gekommen, dass ziviler Ungehorsam von Jugendlichen Partizipation ist, weil es auch ein Prozess der Abgrenzung ist, und das Erwachsenwerden hat immer auch was mit Ausloten von Grenzen zu tun, und in dem Sinne ist ziviler Ungehorsam eine Möglichkeit, Grenzen auszutesten, Grenzen zu überschreiten und dann aber auch, vor allen Dingen im Digitalen, ganz neue Möglichkeitsräume zu entdecken.“

 

 

 

 

 

 

 

 

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